Friends will be Friends

Der erste Tag in der neuen Schule hat am Donnerstag mit einem Gottesdienst begonnen. Alle Schülerinnen versammeln sich im Foyer, sitzen auf den steinernen Stufen oder lehnen an einer Säule. Thema: Was ist wichtig im Leben? Dazu stellt der Priester den Mädchen die Frage: Wen würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? Man kann in den Gesichtern die Gedanken beobachten. Hier und da trifft sich ein Blick und es bricht heilloses Kickeln aus.

Wen würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? Das ist sicher nicht irgendjemand, den du ab und an mal siehst. Kein alter Bekannter aus der Schule oder Feuerwehr. Ich habe zuerst an meine Familie gedacht. Meine Eltern, meinen Bruder, meinen Freund. Ich habe auch an meine Freundinnen gedacht. Die nah bei mir sind und die, die weit weg wohnen. Aber im Grunde reicht ja schon ein einziger. Wenn man einen hat, der so wichtig ist, dass man ihn mitnehmen möchte, dann ist das schon ein Geschenk.

Ich bin jetzt gerade in eine neue Stadt gezogen. Und wie das bei Neuanfängen eben so ist, ist man schnell ungeduldig. Man braucht schnell neue Freunde. Will sein soziales Netz wieder aufbauen. Am liebsten schon gestern. Damit alles da ist, wenn man im Neuen ankommt. Aber wenn man nicht mehr studiert, wird es auch schwieriger. Man geht nicht mehr ständig auf WG-Partys, trifft Leute in der Mensa oder im Seminar. Man muss sich mehr anstrengen. Mehr investieren. Und ist schnell frustriert, wenn es nicht schon gestern geklappt hat.

Dabei, wenn ich mir mein Leben anschaue, bin ich reich beschenkt mit tollen Menschen. Freunde, die ich immer anrufen kann. Die immer zuhören, ob in echt oder am Telefon. Ich habe eine Familie, die nicht zerstritten oder total verkorkst ist. Da sind viele Menschen in meinem Leben, auf die ich immer zählen kann. Wenn ich darüber nachdenke, ist es mehr als viele andere haben. Manchmal weiß man sie nicht genug zu schätzen diese Menschen. Und dann ist es gut, sich daran zu erinnern, wie kostbar die sind, die da sind. Und wie dankbar man sein kann, sie zu haben. Für die Menschen, die mir meine Fehler zeigen und trotzdem ertragen. Die immer auf meiner Seite sind, auch wenn ich falsch liege. Die mir den Kopf zurechtrücken. Die Vertrauen in mich haben. Die mich mögen, weil ich es bin. Oder wie Queen es formuliert haben: „Hold out your hand cos‘ right till the end: Friends will be Friends“.

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